Der Hüftultraschall ist eine einfache, schmerzfreie und sichere Untersuchung, die häufig in den ersten Lebensmonaten durchgeführt wird. Ziel ist es, Fehlbildungen oder Reifungsstörungen der Hüftgelenke frühzeitig zu erkennen, um spätere Probleme wie Hüftdysplasie zu vermeiden.
Warum der Hüftultraschall wichtig ist
Im ersten Lebensjahr befinden sich die Hüftgelenke noch in der Entwicklung. Bei etwa 2-3 von 100 Neugeborenen ist das Hüftgelenk nicht vollständig stabil, was zu einer sogenannten Hüftdysplasie führen kann. Wird diese frühzeitig erkannt, lässt sich die Behandlung in den meisten Fällen mit einfachen Mitteln wie speziellen Schienen oder Beinschienen durchführen. In schwereren Fällen kann eine Operation erforderlich sein.
Der Ablauf der Untersuchung
Der Hüftultraschall wird meist im ersten Lebensmonat durchgeführt, vor allem wenn Risikofaktoren wie eine familiäre Häufung von Hüftdysplasie oder eine Steißlage während der Schwangerschaft bestehen. Bei der Untersuchung wird ein spezielles Gel auf die Hüfte des Babys aufgetragen, und der Ultraschallkopf sendet Schallwellen aus, die das Bild der Hüfte auf dem Monitor sichtbar machen. Das Verfahren dauert nur wenige Minuten und ist für das Baby völlig schmerzfrei.
Wann sollte der Hüftultraschall gemacht werden?
In Österreich wird der Hüftultraschall routinemäßig im Rahmen der MKP-Untersuchung (zwischen der 4. und 7. Lebenswoche) angeboten. Bei Risikofällen oder auffälligen Befunden wird die Untersuchung gegebenenfalls auch später wiederholt.

